Was ist eine Leberzirrhose?
Als Leberzirrhose bezeichnet man das Fortgeschrittene Stadium von Leberkrankheit, welches in der Regel nicht mehr umkehrbar ist. In diesem Stadium wird immer mehr Lebergewebe durch Narben und Bindegewebe ersetzt, wodurch die Funktion und Leistung der Leber eingeschränkt wird.
Die Leber hat als eines der zentralen Organe des Körpers viele lebenswichtige Aufgaben. Zum Einen werden in der Leber Fremdstoffe und Schadstoffe abgebaut oder so umgewandelt, dass sie durch die Gallengänge ausgeschieden werden können. Damit trägt die Leber wesentlich zur Entgiftung des Körpers bei. Hierzu gehört auch notwendige Abbau von überschüssigem Blutfarbstoff, dem Bilirubin. Fällt die Leberfunktion ab, so steigt der Anteil diese Stoffes im Blut, was als einer von mehreren Messparametern für die Leberfunktion zu Hilfe genommen wird.
Gleichzeitig produziert die Leber auch viele Eiweiße, wie zum Beispiel das Albumin, die für den Blutkreislauf und den Hormonhaushalt essentiell sind. Auch über die Albuminkonzentration im Blut wird die Leberfunktion gemessen.
In dem Stoffwechsel nimmt die Leber ebenfalls eine zentrale Rolle ein. Sie ist beteiligt daran den Blutzucker konstant zu halten, und damit eine wichtige Energiequelle für den Körper zu regulieren. In der Leber werden auch die Fette verarbeitet, und dem körpereigenen Energiehaushalt zugeführt. Daneben reguliert die Leber auch die Bereitstellung wichtiger Spurenelemente und speichert bedeutende Vitamine.
Nicht zuletzt unterstützt die Leber die Verdauung durch die Produktion von Gallensaft. Dieser fördert das Ausscheiden von Schadstoffen und die Verdauung von fettreicher Nahrung.
Die vielseitigen Aufgaben der Leber verdeutlichen den Schaden, der durch den Abfall der Leberfunktion entstehen kann. Im Stadium der Leberzirrhose ist die Leber mit Bindegewebe so durchsetzt, dass die glatte gleichmäßig durchblutete Gestalt des Organs einem verknorpelten, nur mäßig durchblutetem Aussehen weicht. Dies kann nicht nur zu einer Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens führen, sondern in fortgeschrittenem Stadium zu schweren Komplikationen wie unter anderem Blutstau oder Bauchwasseransammlung (Aszitis) oder Schädigung der Hirnfunktion durch Anreicherung von Schadstoffen (Enzephalopathie) führen.
Wodurch entsteht eine Leberzirrhose?
Langjähriger Alkoholmissbrauch: Der langjährige übermäßige Alkoholkonsum führt zur Überlastung, und letztendlich irreversiblen Schädigung der Leber. Alkohol wird in der Leber zu Fett abgebaut. Bei andauerndem Alkoholmissbrauch kann das Fett nicht mehr vollständig aus den Zellen entfernt werden kann. Es bildet sich eine Fettleber. Die mit Fett überladenen Zellen entzünden sich nach einer gewissen Zeit und sterben ab. Zusätzlich entstehen beim Abbau von Alkohol Giftstoffe, die weiteres Gewebe zerstören.
Hepatitis vom Typ B und C: Bei einer chronischen Hepatitis sterben die entzündeten Leberzellen ab und werden zu narbigem Bindegewebe.
Andere Ursachen: Sehr selten kommt es zur Zerstörung von Lebergewebe durch Krankheiten von Leber und Galle (z.B. Autoimmunhepatitis, primäre biliäre Zirrhose, primär sklerosierende Cholangitis), Krankheiten des Eisen-, Kupfer- und Fettstoffwechsels (z.B. Hämochromatose, Wilson-Krankheit und Mukoviszidose) oder Tropenerkrankungen (z. B. Bilharziose, Leberegel). Giftstoffe wie Tetrachlorkohlenstoff, Arsen oder bestimmte Medikamente (Methotrexat) sind ebenfalls schädlich für die Leber. Der langjährige Missbrauch bestimmter Drogen kann ebenfalls zu der Zerstörung von Lebergewebe und Leberzirrhose führen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten der Leberzirrhose gibt es?
Die allmähliche Zerstörung der Leber kann zwar aufgehalten werden, wenn die Ursachen rechtzeitig beseitigt werden. Jedoch können die bereits angerichteten Schäden nicht wieder behoben werden. Eine rechtzeitige Behandlung der Erkrankung kann die Beschwerden lindern. Sie erhöht die Chancen, ein fast normales Leben führen zu können.
*
Alle Stoffe, die die Leber schädigen, wie Alkohol, chlorierte Kohlenwasserstoffe, bestimmte Medikamente müssen sofort gemieden werden.
*
Liegt der Zirrhose eine Erkrankung zu Grunde wie z.B. eine Hepatitis, muss diese zunächst behandelt werden.
*
Bei Bauchwassersucht oder Elektrolytstörungen werden harntreibende Mittel (Diuretika) eingesetzt, die das Wasser im Bauchraum ausschwemmen.
*
Durch blutdrucksenkende Medikamente wird der Blutdruck in den Speiseröhrenkrampfadern vermindert. Damit verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass diese Blutgefäße platzen.
*
Durch den Einsatz von Leberunterstützungsverfahren kann das akute Stadium des Leberversagens bis zum Einsetzen der Regeneration der Leberfunktion oder bis zur Lebertransplantation temporär überbrückt („Bridging“) werden.
*
Durch die neuartige Transplantation von eigenen noch gesunden Leberzellen und einer kleinen Probe Pankreaszellen auf einer abbaubaren Matrix in dem HeparAutoCell Verfahren kann Leberfunktion wieder hergestellt werden. Für dieses Verfahren wird derzeit eine klinische Studie geplant
*
Abhängig von der Entstehung der Leberzirrhose kann eine Leber-transplantation sinnvoll sein. Die Durchführung einer Lebertransplantation ist nicht bei allen Patienten möglich, da einerseits nicht alle Patienten für eine Transplantation geeignet sind und andererseits die Anzahl der Spenderorgane begrenzt ist. Aus diesem Grund findet seit Jahren intensive Forschung im Hinblick auf Alternativen zur Organtransplantation statt
Was ist eine Leberzirrhose?
Als Leberzirrhose bezeichnet man das Fortgeschrittene Stadium von Leberkrankheit, welches in der Regel nicht mehr umkehrbar ist. In diesem Stadium wird immer mehr Lebergewebe durch Narben und Bindegewebe ersetzt, wodurch die Funktion und Leistung der Leber eingeschränkt wird.
Die Leber hat als eines der zentralen Organe des Körpers viele lebenswichtige Aufgaben. Zum Einen werden in der Leber Fremdstoffe und Schadstoffe abgebaut oder so umgewandelt, dass sie durch die Gallengänge ausgeschieden werden können. Damit trägt die Leber wesentlich zur Entgiftung des Körpers bei. Hierzu gehört auch notwendige Abbau von überschüssigem Blutfarbstoff, dem Bilirubin. Fällt die Leberfunktion ab, so steigt der Anteil diese Stoffes im Blut, was als einer von mehreren Messparametern für die Leberfunktion zu Hilfe genommen wird.
Gleichzeitig produziert die Leber auch viele Eiweiße, wie zum Beispiel das Albumin, die für den Blutkreislauf und den Hormonhaushalt essentiell sind. Auch über die Albuminkonzentration im Blut wird die Leberfunktion gemessen.
In dem Stoffwechsel nimmt die Leber ebenfalls eine zentrale Rolle ein. Sie ist beteiligt daran den Blutzucker konstant zu halten, und damit eine wichtige Energiequelle für den Körper zu regulieren. In der Leber werden auch die Fette verarbeitet, und dem körpereigenen Energiehaushalt zugeführt. Daneben reguliert die Leber auch die Bereitstellung wichtiger Spurenelemente und speichert bedeutende Vitamine.
Nicht zuletzt unterstützt die Leber die Verdauung durch die Produktion von Gallensaft. Dieser fördert das Ausscheiden von Schadstoffen und die Verdauung von fettreicher Nahrung.
Die vielseitigen Aufgaben der Leber verdeutlichen den Schaden, der durch den Abfall der Leberfunktion entstehen kann. Im Stadium der Leberzirrhose ist die Leber mit Bindegewebe so durchsetzt, dass die glatte gleichmäßig durchblutete Gestalt des Organs einem verknorpelten, nur mäßig durchblutetem Aussehen weicht. Dies kann nicht nur zu einer Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens führen, sondern in fortgeschrittenem Stadium zu schweren Komplikationen wie unter anderem Blutstau oder Bauchwasseransammlung (Aszitis) oder Schädigung der Hirnfunktion durch Anreicherung von Schadstoffen (Enzephalopathie) führen.
Wodurch entsteht eine Leberzirrhose?
Langjähriger Alkoholmissbrauch: Der langjährige übermäßige Alkoholkonsum führt zur Überlastung, und letztendlich irreversiblen Schädigung der Leber. Alkohol wird in der Leber zu Fett abgebaut. Bei andauerndem Alkoholmissbrauch kann das Fett nicht mehr vollständig aus den Zellen entfernt werden kann. Es bildet sich eine Fettleber. Die mit Fett überladenen Zellen entzünden sich nach einer gewissen Zeit und sterben ab. Zusätzlich entstehen beim Abbau von Alkohol Giftstoffe, die weiteres Gewebe zerstören.
Hepatitis vom Typ B und C: Bei einer chronischen Hepatitis sterben die entzündeten Leberzellen ab und werden zu narbigem Bindegewebe.
Andere Ursachen: Sehr selten kommt es zur Zerstörung von Lebergewebe durch Krankheiten von Leber und Galle (z.B. Autoimmunhepatitis, primäre biliäre Zirrhose, primär sklerosierende Cholangitis), Krankheiten des Eisen-, Kupfer- und Fettstoffwechsels (z.B. Hämochromatose, Wilson-Krankheit und Mukoviszidose) oder Tropenerkrankungen (z. B. Bilharziose, Leberegel). Giftstoffe wie Tetrachlorkohlenstoff, Arsen oder bestimmte Medikamente (Methotrexat) sind ebenfalls schädlich für die Leber. Der langjährige Missbrauch bestimmter Drogen kann ebenfalls zu der Zerstörung von Lebergewebe und Leberzirrhose führen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten der Leberzirrhose gibt es?
Die allmähliche Zerstörung der Leber kann zwar aufgehalten werden, wenn die Ursachen rechtzeitig beseitigt werden. Jedoch können die bereits angerichteten Schäden nicht wieder behoben werden. Eine rechtzeitige Behandlung der Erkrankung kann die Beschwerden lindern. Sie erhöht die Chancen, ein fast normales Leben führen zu können.
- Alle Stoffe, die die Leber schädigen, wie Alkohol, chlorierte Kohlenwasserstoffe, bestimmte Medikamente müssen sofort gemieden werden.
- Liegt der Zirrhose eine Erkrankung zu Grunde wie z.B. eine Hepatitis, muss diese zunächst behandelt werden.
- Bei Bauchwassersucht oder Elektrolytstörungen werden harntreibende Mittel (Diuretika) eingesetzt, die das Wasser im Bauchraum ausschwemmen.
- Durch blutdrucksenkende Medikamente wird der Blutdruck in den Speiseröhrenkrampfadern vermindert. Damit verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass diese Blutgefäße platzen.
- Durch den Einsatz von Leberunterstützungsverfahren kann das akute Stadium des Leberversagens bis zum Einsetzen der Regeneration der Leberfunktion oder bis zur Lebertransplantation temporär überbrückt („Bridging“) werden.
- Durch die neuartige Transplantation von eigenen noch gesunden Leberzellen und einer kleinen Probe Pankreaszellen auf einer abbaubaren Matrix in dem HeparAutoCell Verfahren kann Leberfunktion wieder hergestellt werden. Für dieses Verfahren wird derzeit eine klinische Studie geplant
- Abhängig von der Entstehung der Leberzirrhose kann eine Leber-transplantation sinnvoll sein. Die Durchführung einer Lebertransplantation ist nicht bei allen Patienten möglich, da einerseits nicht alle Patienten für eine Transplantation geeignet sind und andererseits die Anzahl der Spenderorgane begrenzt ist. Aus diesem Grund findet seit Jahren intensive Forschung im Hinblick auf Alternativen zur Organtransplantation statt.
Anfang